FWG Weibern und FWG Brohltal besichtigen zwei neue Kitas in Sinzig

FWG Weibern und FWG Brohltal besichtigen zwei neue Kitas in Sinzig

Die FWG Weibern sowie die FWG Brohltal besuchten in Sinzig mit den Kitas „Abenteuerland“ und den „Koisdorfer wilden Hummeln“ zwei aktuell fertiggestellte Kitas, die den Anforderungen des neuen Kita-Gesetzes und den energieeffizienten Standards entsprechen.

Die Teilnehmenden, darunter Weiberns Ortsbürgermeisterkandidat Florian Müller, Reiner Hürter als Ortsbürgermeisterkandidat in Glees, die amtierenden Ortsbürgermeister Elisabeth Dahr (Oberdürenbach), Thomas Weber (Schalkenbach) und Thorsten Kabuth (Hohenleimabch) sowie einige Erzieherinnen aus der Weiberner Kita St. Barbara erfuhren gemeinsam mit unseren Kandidaten für Kreistag und den Verbandsgemeinderat Brohltal viele und wertvolle Fakten über die Herausforderungen eines Kita-Neubaus.

Während des Besuches der Kitas informierte der zuständige Projektleiter der Stadt Sinzig, Helmut Reuter, die Kommunalpoltiker:Innen über die wichtigen Entscheidungen und Aspekte, die bereits im Vorfeld einer Kita-Planung berücksichtigt werden sollten.

Er betonte dabei die herausgehobene Bedeutung eines pädagogischen Konzepts, dass in enger Zusammenarbeit mit dem Träger der Einrichtung, der künftigen Kita-Leitung und dem Team der Mitarbeiter schon vor einer Bauplanung entwickelt werden sollte. Die hieraus resultierenden Ergebnisse seien entscheidend für eine erfolgreiche Planung durch die Architekten, so Reuter.

In der Barbarossastadt werden nach dieser Vorgehensweise bereits sechs von sieben Kitas von der Stadt selbst betrieben und pädagogisch geleitet – durchaus ein Erfolgsmodell.

Auch wenn die Menge der Gesetze und Vorschriften die in solcherlei Projekten einzuhalten sind selbst bei den erfahrenen Kommunalpolitikern einiges Kopfschütteln verursachte: Wenn ein Kita-Bauantrag gestellt wird; unabhängig davon ob es sich um einen Neubau, eine Erweiterung oder eine Sanierung handelt; sind diese Leitlinien bei der Bauausführung zwingend einzuhalten. Zusätzlich müssen alle Möbel, Außenspielgeräte und das gesamte Inventar den modernen pädagogischen Anforderungen entsprechen, erfuhren die Gäste.

All‘ dies hat die Stadt Sinzig in den vorgestellten Kitas natürlich eingehalten, so dass die Besucher von den großzügigen Räumen, Nebenräumen mit Möbeln und Küchenzeilen, den Mehrzweck- und Bewegungsräumen, Mensen, Kinder-Schlafräumen mit besonderen Kühldecken, kindgerechten Sanitäranlagen, Wickelräumen, Personalräumen und Außenspielbereichen ausgesprochen beeindruckt waren. Ein besonderes Highlight waren dabei die naturnah gestalteten Außenspielbereiche.

Dass solche Kitas jedoch auch kostspielig sind, war einhellige Meinung der Kandidierenden. Denn neben den Baukosten für einen Kita-Neubau oder eine Sanierung fallen natürlich darüber hinaus auch im Betrieb regelmäßige Wartungskosten an, beispielsweise für die modernen Heizungs- und Küchensysteme der Sinziger Kitas, wusste Projekteiter Reuter zu berichten.

Abschließend waren alle Teilnehmer einerseits begeistert von den neuen Kitas in Sinzig. Andererseits war man sich jedoch auch einig, dass die Landesregierung im Hinblick auf die Fördermittel die Kostenrealität besser verstehen sollte, um den Gemeinden für diese Pflichtaufgabe eine angemessenere finanzielle Unterstützung für die Umsetzung des neuen Kita-Gesetzes zu gewährleisten. Andernfalls könnten viele Gemeinden hier zukünftig in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Alle FWG’ler waren sich deshalb darin einig, die Notwendigkeit der Verbesserung der staatlichen Förderungen für die Umsetzung des Kita-Gesetzes hervorzuheben und auch in Zukunft einzufordern.

 

INFO
Zehn vorrangige Gesetze und Verordnungen, die beachtet werden müssen, sobald ein Bauantrag für eine Kindertagesstätte gestellt wird.
Es ist dabei unerheblich, ob Neubau oder Erweiterung und Sanierung.

  1. Landesbauordnung LBauO RLP
  2. Höhere Anforderungen an Brandschutz durch die LBauO RLP (keine Kinder unter drei Jahren in Obergeschossen und wenn nur mit hohen Auflagen)
  3. Energieeinsparverordnung EnEV
  4. Orientierungshilfe Raumkonzepte für Kindertagestätten RLP
  5. DGUV Vorschrift 82 Unfallverhütungsvorschrift Kindertageseinrichtungen
  6. Hygieneleitfaden für die Kindertagesbetreuung
  7. Handlungsleitfaden zur Erstellung eines Verpflegungskonzepts für kommunale Kita- und Schulträger
  8. Anforderungen Bau und Raumakustik in Kindertagestätten nach der DGUV Vorschrift 82 Unfallverhütungsvorschrift Kindertageseinrichtungen
  9. DGUV Vorschrift 102-602 Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz plus Qualitätsempfehlungen. 2014
  10. DGUV Regel 102-602: “Branche Kindertageseinrichtung” DGUV Information 202-106: “Ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen.
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